Schnitzen mit dem Taschenmesser
 
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Schnitzen: Naturerlebnis mit scharfer Klinge

Diplom-Ingenieurin, Journalistin, Naturpädagogin, Autorin, "Waldkind" und vor allem leidenschaftliche Schnitzerin
- das bin ich: Astrid Schulte.

In zahlreichen Kursen habe ich über 3000 Kindern (und Erwachsenen) das Schnitzen beigebracht. In meinen Schnitzkursen wie Kinderleicht zum Taschenmesserdiplom, Schiff ahoi, Alles aus dem Weihnachtsbaum werden aus frischem Naturmaterial Holz kreative Gegenstände oder Kinderspielzeuge geschnitzt: Esslöffel, Wasserräder, Trinkbecher, Wurfspeere, Sausewind, StockBOOTE, Kreisel, Flöten, Fletschen, Blasrohre, Rennautos, Waldachterbahnen, Gabeln, Phantasiefiguren, Mikadostäbe, tragende Boote aus Gras und Weide..., um nur ein paar zu nennen. Spaß in und an der Natur steht an allererster Stelle meiner Kurse, danach kommt das Üben von Fingerfertigkeiten.

Und ganz nebenbei lernen die Kinder etwas über die Natur und  achtsam zu sein, ganz nach dem Motto: Was ich kenne, schätze ich, und was ich schätze, schütze ich! 
Mein Herzensanliegen ist, Kindern wieder Natur und Wald näher zu bringen. Der Umgang mit Natur, der Aufenthalt in der Natur und auch das Werkeln mit Gegenständen aus der Natur wirken auf Kinder (und Erwachsene) wie Meditation: Jede/r kommt durch das Schnitzen eines Löffels, durch das Bauen und Weilen am plätschernden Bach, durch das Sitzen an einem lodernden Feuer zur Ruhe, übt sich in Geduld, achtet auf sich und die anderen. Beim Schnitzen gerät man automatisch in einen "natürlichen" Flow:
Schnitzen wird zum intensiven Naturerlebnis, die Natur zum Spielplatz

"Wald ist ein Ort, wo man sich findet." Wissenschaftliche Studien belegen sogar, dass der Umgang mit Natur und der Kontakt mit Holz den alltäglichen Stress abbaut und die Ruhe befördert - während das Fassen von Kunstmaterial mehr Stress erzeugt. Ein Spaziergang in der Natur und der Aufenthalt im Wald vermitteln also Wohlbefinden. Schon das bloße Denken daran macht uns Menschen ruhiger - so die Studien. Verschreiben Sie sich und Ihren Kindern den Wald, wagen Sie sich mit ihnen ans Schnitzen, an das Arbeiten mit Grünholz. Garantiert steigt die Stimmung und der Stress des Alltags wird abgelegt. Mehr zur Wirkung von Wald in der österreichischen Broschüre Wohlbefinden und Lebensqualität im grünen Bereich Green Care Wald

Fero Valentini, ein Naturverbundener aus den Dolomiten, sagt: “Was bringt ein flüchtiger Aufenthalt in Rom, New York, Tokio oder London, wenn man nicht imstande ist, den Berg oder Baum vor der eigenen Haustür zu erkennen?" (Kosmos Verlag/ Gebt der Wildnis das Wilde zurück).
Das sehe ich ganz genau so! Augen auf und rein in den Wald, mit den Händen das Holz erspüren und damit basteln oder schnitzen. Dies ist die beste Möglichkeit, sich der Natur zu nähern. Über das Schnitzen und Greifen verstehen und begreifen Kinder die Natur besser. In meinen Kursen erhalten Kinder jede Menge Vitamnin "N" (wie Natur). Kurz gesagt: Schnitzen ist für mich DIE naturverbindende "Wollmilchsau", weil Schnitzen alles miteinander verknüpft: Alt und Neu, Hand und Hirn, Draußen und Drinnen, Groß und Klein. Hier lesen Sie mehr über meine Kursangebote. Bitte beachten: Die Anmeldungen laufen ausschließlich über die Bildungseinrichtungen.

Es gibt gefährliche Dinge, die Kinder unbedingt wieder tun sollten: auf Bäume klettern, draußen übernachten, schnitzen, barfuß laufen und Feuer machen. Leider ist vielen Kindern genau das heute untersagt. Kinder verlernen WILD zu sein. Sehr häufig erlebe ich Kinder, die mit 8 Jahren nicht balancieren, rückwärts laufen, ein Taschenmesser öffnen und halten, über einen Bach springen können. Das ist beängstigend und doch ganz einfach zu ändern. Liebe Eltern - seid mehr Vorbild! Geht mit euren Kindern in Natur und Wald und zeigt ihnen, was ihr damals noch gelernt habt. Denn, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! - sagt ein altes Sprichwort.

"Natur ist ein Ort des Begreifens, des sinnlichen, körperlichen, ganzheitlichen Begreifens - wir sollten Kindern keinen Riegel davor setzen. Was sie in ihrer Kindheit sehen, riechen, fühlen, tasten und hören, bleibt langfristig haften." Mehr dazu, Wie Kinder heute wachsen, steht in genau jenem tollen Buch von Herbert Renz-Polster, Buchautor und Kinderarzt bei Ravensburg.

Stöcke wachsen nicht im Kinderzimmer! Im Gegenteil: Kinder müssen, wenn sie schnitzen wollen, grüne Stöcke draußen suchen. Das Schnitzen verbindet also den Naturaufenthalt mit dem haptischem Erleben. Ich finde, dass Kinder durch das Greifen auch besser begreifen und verstehen. Allein durch den Einsatz ihrer Hände. Wenn ich mit ihnen "Alles aus dem Weihnachtsbaum" schnitze, fühlen sie die Nadeln, erkennen sie den Unterschied zwischen Fichte und Tanne, spüren sie klebriges Harz, riechen sie ätherische Öle in Fichte und Tanne... sie lernen durch das haptische Erleben den Umgang mit Holz und Messer. Kinder müssen wieder raus in die Natur und wild sein dürfen. Die Umlaufbahn des Spielens darf nicht an der Kinderzimmertür enden. Wer mehr - u.a. darüber - lesen möchte, findet ein Interview mit mir auf der Seite www.kinderoutdoor.de. Ein Interview auf www.bushcraft.at ergänzt meine Schnitz-Gedanken. 

Taschenmesser gehören natürlich in Kinderhände! Denn nur, wer das Schnitzen und den Umgang mit dem (scharfen) Messer übt, kann sich darin schulen. Das ist wie beim Schwimmen oder Radeln: Je früher und je länger man etwas übt, desto besser wird man in einer Sache! Wichtig ist beim Schnitzen vor allem das richtige und scharfe Messer. Gute (Kinder-)Messer gibt es viele - zum Beispiel das von Opinel. 

Einfach mitmachen, mitschnitzen, eintauchen, mitgestalten...