Schnitzen mit dem Taschenmesser
- ganz einfach das Schnitzen lernen!

Alles, was wir tun, wirkt auf uns zurück!

Hauptberuflich bin ich bei einem Stadtwerk in der Region Stuttgart beschäftigt und dort verantwortlich für Presse und PR. In meiner Freizeit bin ich viel in der Natur unterwegs. Das ist seit meiner Kindheit so. Als Kind habe ich immer draußen gespielt - in Gärten, in kleinen Wäldern, an Tümpeln und Seen. Ich durfte als Kind wild sein, habe auf Feldern und in Wäldern im Dortmunder Nordosten Feuersteine und Brombeeren gesucht. Mit der Tapeziermesser-Machete, die mein Vater geschliffen hat, bin ich durchs Dickicht gezogen, bin auf Bäume geklettert, barfuß durch Pfützen und Bäche gesprungen, habe Schwerter geschnitzt, im Yps-Zelt im Garten übernachtet (die YPS-Hefte waren, wie das Fahrtenmesser und Bonanzarad, meine ständigen Begleiter), Feuer gemacht und Spiegeleier auf flachen Steinen gebraten. Meine Steckenpferde sind - seit ich mich zurückerinnern kann - Bäume und Taschenmesser. Bäume faszinieren mich, weil sie Superorganismen sind, die sich untereinander vernetzen, miteinander über ihre Wurzel kommunizieren. Sie verbinden für mich die Zukunft mit der Vergangenheit und sind absolut und gewaltig präsent in ihrer Gegenwart.
Taschenmesser sammle ich seit meinem 6. Lebensjahr - als mein Vater mir mein erstes zum Geburtstag schenkte. Jetzt kommen meine 200 Messer (davon sind rund 70 Opinel-Messer!) in meinen Schnitzkursen zum Einsatz, wenn ich sie an TeilnehmerInnen verleihe und diese damit Gegenstände aus Grünholz schnitzen. Das sind zum Beispiel Boote, Wasserräder, Löffel, Musikinstrumente oder alte Kinderspiele.

Mein Lebensmotto ist: Geht nicht, gibt´s nicht! Das vermittle ich in meinen Kursen Kindern und anderen KursteilnehmerInnen. Das ist für mich Taschenmesser-Pädagogik pur: Kinder zu motivieren, weiter zu machen, sich in Geduld zu üben, nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht sofort klappt.
Wer 200 Mal etwas macht, kann es; wer eine Sache 1000 Mal ausprobiert, kann sie richtig gut. Und, wichtig: Es gibt für alles eine Lösung - auch bei kniffeligen Schnitzobjekten oder noch unausgereifter Fingerfertigkeit.


Feuer machen, natürlich ohne Feuerzeug, nur mit Feuerstein, Zunder und Birkenrinde, an einer Feuerstelle im Wald ist mein Winterhighlight. Ich fahre gern mit meinem Kanu auf kleinen, grünen Flüssen  oder baue diese aus Hasel, Weide oder aus Gras - natürlich auch mit Kindern - selbst.

Mittlerweile habe ich weit über 4500 Kindern (und Erwachsenen) in zahlreichen Schnitzkursen das Schnitzen, die Regeln und die Schnitztechniken beigebracht und ebenso viele Schnitzdiplome verteilt. Verletzungen hat es - bis auf kleine Schnittwunden - kaum gegeben: ein sehr guter "Schnitt" ;-). 

Das Schnitzen vermittele ich im Rahmen der Taschenmesser-Naturpädagogik an ErzieherInnen, so dass sie es an Kinder weitergeben können.  

Ein Interview mit mir über das Schnitzen ist unter den Expertentipps auf www.kinderoutdoor.de zu finden.

In 2015 habe ich mit dem KOSMOS Verlag ein Kinderschnitzbuch veröffentlicht, das über 120.000 mal verkauft wurde und eines der erfolgreichsten Kindersachbücher im Verlag ist, 2016 auf der Kindersachbuch-Bestsellerliste stand: "Meine Schnitzwerkstatt".

Mitte 2016 erschien die mittlerweile mit dem Goldenen Schaukelpferd ausgezeichnete KOSMOS-Alleskönnerkiste "Schnitzen Komplett-Set".

2019: "SOS Schnitzeljagd" / Die drei Fragezeichen Kids, ebenso bei Kosmos. Das freut mit besonders, denn jetzt lernt auch Justus Jonas mit senen beiden Freunden das Schnitzen!

Wer Schwerter schnitzt, sollte auch Knoten können. Seit Mai 2019 gibt´s daher auch die Knoten-Allerskönnerkiste. Damit lässt sich gut (an)knüpfen.

Weitere Projekte sind "in Arbeit". ;-)

Schnitzfreudige Grüße von Astrid Schulte

 
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